Evaluierung psychischer Belastungen

Die Arbeits-Bewertungs-Skala – ABS Gruppe

Als Evaluierungsverfahren wird das von der AUVA entwickelte ABS Verfahren angewandt. Das Instrument besteht aus einer Broschüre, einem Fragebogen und drei zugehörigen Postern.

Es handelt sich um ein Methodenpaket für die moderierte und standardisierte Durchführung eines Gruppen-Interviews. Mit einer Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (3-12 Personen je Gruppe) im Betrieb kann ohne Dateneingabe und Auswertung damit die Ermittlung und Beurteilung von psychischen Belastungen sowie die Maßnahmenentwicklung in ca. 4 Stunden schrittweise durchgeführt werden.

Ablaufbeschreibung

  • 1. Besprechung „Steuergruppe" (Teilnehmer wie bei Arbeitsausschusssitzung)
    • Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen
    • Vorstellung von möglichen Evaluierungsverfahren
    • Vorstellung „ABS Gruppe"
    • Zeitplan und Anzahl der Gruppen festlegen
    • Informationsschreiben an die Mitarbeiter besprechen
      (ca. 1 Monat Vorlaufzeit bis zum Start der Workshops einplanen)
    • Projektplan festlegen (Termine, Zuständigkeiten, interne Projektleitung, Fristen, ...)

 

  • Gruppen - Workshops
    • Einleitung
    • Fragenbogen
    • Auswertung und Erhebung von Belastungen
    • Belastungen konkretisieren
    • Besprechung von möglichen Maßnahmen
      Wer kann etwas gegen die Belastung machen?
      1. Mitarbeiter
      2. Führungskräfte
      3. andere Personen

 

  • Dokumentation der Gruppen - Workshops
    • Dokumentation und Auswertung
    • Vorbereitungen zur Ergebnispräsentation in der Steuerungsgruppe

 

  • 2. Besprechung „Steuergruppe"
    • Ergebnispräsentation
    • Besprechung und Festlegung möglicher Maßnahmen
    • Maßnahmenblatt erstellen (Termine, Zuständigkeiten, interne Projektleitung, Fristen, ...)
    • Informationsschreiben an die Mitarbeiter - Ergebnispräsentation

 

  • Planungs- bzw. Umsetzungsphase von Maßnahmen
    • Dokumentation von umgesetzten Maßnahmen (siehe Maßnahmenblatt)

 

Die aufgezeigten Belastungen sowie die festgelegten Maßnahmen sind in die Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente einzuarbeiten. Die Evaluierung der psychischen Belastungen soll ca. alle 3-4 Jahre wiederkehrend durchgeführt werden. Besonders soll auf die Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen geachtet werden – Nutzen für die AN sowohl auch für den Betrieb sollen im Vordergrund stehen.

 

>>> Druckansicht als PDF