Lärm und Vibrationen gemäß VOLV

Die Verordnung betreffend Lärm und Vibrationen (VOLV) regelt den Schutz der Arbeitnehmer vor der Einwirkung von Lärm und Vibrationen und verpflichtet Sie als Arbeitgeber die Arbeitsplätze und Arbeitsvorgänge entsprechend zu gestalten, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die Lärmeinwirkung sowie die Belastung durch Vibrationen so gering wie nur möglich gehalten wird.

 

 

Lärm

Wird Schall im hörbaren Frequenzbereich als negativ empfunden, so spricht man von Lärm. Lärm kann auf Menschen störend, psychisch und körperlich belastend, und bei stärkerer Intensität gehörschädigend wirken.

Die Lärmschwerhörigkeit zählt zu einer häufigsten Berufskrankheit. Werden die Expositionswerte überschritten, müssen lärmmindernde Maßnahmen getroffen werden. Hierbei sind zuerst kollektive Lärmschutzmaßnahmen (technische und organisatorische) zu treffen bevor der persönliche Gehörschutz zum Einsatz kommt.

GRENZWERTE

Explosionswert (Gehörgefährdung)
Mittlerer Dauerschallpegel 85 dB(A)
Auslösewert (Gehörgefährdung)
Mittlerer Dauerschallpegel 80 dB(A)
Grenzwerte für Störwirkungen 
Räume mit überwiegend geistige Tätigkeiten 50 dB(A)
Räume mit einfacher Bürotätigkeit 65 dB(A)
Aufenthalts- und Bereitschaftsräume 50 dB(A)

BEISPIELE

Maschine/Arbeitsvorgang Lärmpegel in dB(A)
Winkelschleifer 95 – 105
Stanze 85 – 100
Bandsäge 80 – 90
Kappsäge 100 – 105
Schweißen 75 – 90
Drehmaschine 75 – 85
Druckluftreinigung 95 – 105

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Des Weiteren müssen jene Personen, welche in den Lärmbereichen arbeiten, vor Aufnahme der Tätigkeiten einer Eingangsuntersuchung und alle fünf Jahre einer Folgeuntersuchung unterzogen werden.

 

Vibrationen

Unter Vibrationen versteht man mechanische Schwingungen (Erschütterungen), die durch direkten Kontakt auf den menschlichen Körper übertragen werden. Die Vibrationsbelastung ergibt sich aus der Intensität der Schwingungen und der Zeit, in der diese Schwingungen auf den Menschen einwirken.

Man unterscheidet zwischen 2 Arten von Vibrationsbelastungen:

  • Hand-Arm-Vibrationen (HAV) werden über Hände und Arme auf den menschlichen Körper übertragen.
  • Ganzkörper-Vibrationen (GKV) werden im Stehen über die Beine oder im Sitzen über das Gesäß auf den Körper übertragen.

GRENZWERTE

Auslösewert
falls überschritten, sind bestimmte Maßnahmen zu treffen
Expositionsgrenzwert
maximale Belastung, die nicht überschritten werden darf
Hand-Arm-Vibrationen (HAV) 2,5 m/s² 0,5 m/s²
Ganzkörper-Vibrationen (GKV) 5 m/s² 1,15 m/s²


BEISPIELE

Arbeitsmittel höchster Messwert
Kettensäge 11,3 m/s²
Meißelhammer 27,0 m/s²
Abbruchhammer 24,5 m/s²
Winkelschleifer 29,6 m/s²
Schlagschrauber 22,9 m/s²
Stichsäge 32,4 m/s²
Vibrationsverdichter 30,4 m/s²


Eine der häufigsten Erkrankungen durch übermäßige Belastung durch die Verwendung von stark vibrierenden Arbeitsgeräten ist eine chronische Störung an den Händen und Armen, bekannt als Weißfingerkrankheit.

Eine andauernde Belastung durch starke Ganzkörpervibrationen über mehrere Monate oder Jahre hinweg kann zu einer Schädigung der Wirbelsäule führen.

Personen, welche einer Schwingungsbelastung über den Auslösewert ausgesetzt sind, muss vor Aufnahme der Tätigkeit bzw. im Intervall von vier Jahren eine entsprechende ärztliche Untersuchung angeboten werden.

Um diesen komplexen Anforderungen gerecht zu werden, stehen wir, als kompetenter, erfahrener Partner zur Seite.

 

Unsere Leistungen für Sie

  • Ermittlung und Beurteilung
  • Durchsicht aller relevanten Unterlagen
    Bescheide, Betriebsanleitungen
  • Durchführung von Messungen (Lärm und Vibrationen) an den Arbeitsplätzen inkl. Dokumentation
  • Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung
  • Erstellung der entsprechenden Gesundheitsschutzdokumente inkl. Übersichtslisten für die Gesundheitsüberwachung
  • Unterweisung der Mitarbeiter und Erstellung von Betriebsanweisungen
  • Organisation der audiometrischen Untersuchungen durch unsere ermächtigten Ärzte

 

 

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